St. Peter und Paul Berichte/Fotos 2026
Kirchenpatrozinium St. Peter und Paul Schnetzenhausen
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen feierten zahlreiche Besucher:innen das Patrozinium unserer Kirchengemeinde.
Den Auftakt bildete ein festlicher Gottesdienst, der vom gemeinsamen Kirchenchor sowie mit musikalischer Begleitung mit der „Messe in C-Dur für Chor, Streicher und Orgel“ von Johann Ernst Eberlin eindrucksvoll gestaltet wurde. In seiner Predigt lenkte Pfarrer Michael Benner den Blick auf die Apostel Petrus und Paulus, "die auch ein Bild für die Kirche heute sind. Die Kirche lebt vom starken Fundament und vom mutigen Aufbruch, von der Treue zur Tradition und von der Offenheit für Neues, von Institution und von lebendigem Glauben. Wo Petrus und Paulus sind, da ist Kirche.“
Zwei neue Ministranten konnten mit Emily und Max in St. Peter und Paul am Patrozinium am 28.6.26 aufgenommen werden. Amelie und Florian wurden für 5 Jahre treuen Ministrantendienst geehrt, Soraia und Annika sogar für 10 Jahre Ministrantendienst. Pfarrer Benner dankte den beiden darüberhinaus für ihre Arbeit als Oberministrantinnen im Minirat, welche die Verantwortung in der Leitung der Ministrantengemeinschaft übernommen haben.
Der Gewählte Vorsitzende Ralf Dangel nahm das Patrozinium zum Anlass den ehemaligen KGR Mitgliedern
Erna Lutz Angele
Anneliese Pilsner
Inge Schaal
Elisabeth Strohmeier
Otto Beck
Martin Messmer
mit Blumen und Büchern den Dank der Gemeinde auszusprechen und sie nachträglich aus ihrem Dienst zu verabschieden. Er erwähnte dankbar, dass jede und jeder der Ehemaligen sich immer noch in der Gemeinde engagiert, wofür alle sehr dankbar sind.
Anschließend setzte sich das Fest im Dorfgemeinschaftshaus in geselliger Atmosphäre fort. Die Musikkapelle Schnetzenhausen sorgte mit ihrem abwechslungsreichen Programm für beste Unterhaltung. Beim gemeinsamen Mittagessen und später bei Kaffee und Kuchen boten sich viele Gelegenheiten für gute Gespräche und Begegnungen.
Die Ministrant:innen kümmerten sich besonders um die jüngeren Gäste mit einem Bastelangebot und einem Waffelverkauf.
Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung der Telefonseelsorge durch Herrn Werner Langenbacher, der die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen vorstellte. Der Erlös des diesjährigen Kirchenpatroziniums kommt der Telefonseelsorge zugute.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfer:innen, den Kuchenbäcker:innen, den Musiker:innen, dem Kirchenchor sowie allen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben.
Das Patrozinium hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig Gemeinschaft in unserer Kirchengemeinde gelebt wird – ein rundum gelungener Tag.
Premiere im Pfarrgarten Schnetzenhausen – Public Viewing zur Fußball-WM
Zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft fand am Sonntag, 14. Juni beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Curacao ein Public Viewing im Pfarrgarten in Schnetzenhausen statt. Dank der Initiative und des Engagements von Lara und Jonas Dangel konnten ca. 50 Zuschauer das Spiel bei bestem Wetter auf einer großen Leinwand verfolgen. Alle fieberten mit – vor allem, als in der 21. Minute der Anschlusstreffer für den Außenseiter Curacao fiel. Die Nerven waren bereits etwas beruhigt, als es mit einem Stand von 3:1 in die Halbzeitpause ging. Der Endstand von 7:1 rundete schließlich den tollen gemeinsamen Fußballabend perfekt ab. Ein großes Dankeschön und ein herzliches Vergelts Gott den beiden Ideengebern und ihren tatkräftigen Helfern.
Ökumenischer Jugendkreuzweg
Ein herzliches Dankeschön an Catrin Müller und ihr engagiertes junges Team für die Gestaltung des inspirierenden ökumenischen Jugendkreuzwegs unter dem Motto „dahinter. – tiefer sehen, weiter gehen“. Mit viel Kreativität und Tiefgang wurde ein besonderer Raum geschaffen, der zum Nachdenken und Mitgehen eingeladen hat. Vielen Dank für eure Zeit und euer Engagement.
Ein ebenso großer Dank gilt Silke Ogness und David Hegenauer für die gefühlvolle musikalische Umrahmung, die den Jugendkreuzweg zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat.
Wir danken auch den zahlreichen Besucher:innen für ihr Kommen und die gemeinsame Atmosphäre und freuen uns schon jetzt auf den Jugendkreuzweg im nächsten Jahr.
Sternsinger 2026
Am 05.01.2026 trafen sich die Sternsinger zur gemeinsamen Vorbereitung im Pfarrhaus: lustige Kennenlernspiele, ernste Themengespräche und leckeres Essen waren nur Teile davon – ganz unter dem Motto
„Segen bringen-Segen sein“
Begleitet mit diesem wunderbaren Worten machten sich in unserer Pfarrgemeinde St. Peter & Paul am Dreikönigstag 10 Mädchen und Jungen im Alter von 4 – 14 Jahren auf den Weg in der Gemeinde den Segen zu verbreiten, sowie Lieder und Freude zu bringen.
Ein herzlicher und warmer Empfang fand an allen Begegnungsstationen statt, das gemeinsame Treffen war getragen von gemeinschaftliche Verbundenheit. Auch für die Sternsinger selbst war es ein besonderer Tag, denn sie erfuhren ein Willkommen sein in der Gemeinde; geprägt durch Herzlichkeit, Dankbarkeit und Freude, sowie schönen Worten.
Aktivitäten der Gruppe 60+ und Senioren Schnetzenhausen
Aber auch gerade der kleine Spaziergang in Schnetzenhausen mit erstem Ziel in „Becks Garten“, wo alle mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee verköstigt wurden, wurde hocherfreut angenommen. Die vielen guten Gespräche und die tolle Stimmung haben beste Erinnerungen hinterlassen. Vielen Dank dafür an die Gartenbesitzer, Kuchenbäcker und Helfer*innen!
Nachdem wir im Januar die traditionelle Krippenführung gemacht haben - diesmal in der Canisiuskirche bei der Krippe des bekannten Bildhauers Sebastian Osterrieder - hochinteressant kommentiert von Dekan Bernd Herbinger, findet im April dann ein Halbtages-Busausflug ins Krippenmuseum in Oberstadion statt, bei dem wir sicherlich noch weitere Schätze entdecken werden. Auf der Rückfahrt kehren wir dann wie immer gemütlich ein.
Dazwischen sind wir „narred“! Die Seniorenfasnet feiern wir am 05.02.26, 14:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Schnetzenhausen, wo alle Teilnehmenden, mehr oder weniger kostümiert, ein nettes Unterhaltungsprogramm und zum Abschluss auch noch ein kleines Vesper erwartet. Im März zelebriert Pfarrer Michael Benner am Mittwoch, den 11.03. ab 14:00 Uhr die Krankensalbung, ebenfalls im Dorfgemeinschaftshaus. Der Zitherclub Schnetzenhausen begleitet die Veranstaltung feierlich. Im Anschluss schenkt das Team von 60+ und den Senior*innen Kaffee aus und serviert dazu himmlischen selbstgebackenen Kuchen. Nach der Maiandacht am 06.05.26 in Raderach folgt dann im Juli das beliebte Sommerfest im Pfarrgarten, zu dem sicher wieder alle Seniorinnen und Senioren und 60+ler in bester Laune erscheinen. Wunderbar ist, das sich zu diesem Termin das Wetter fast immer von seiner allerbesten Seite zeigt und der herrliche Baumschatten die Besucher verwöhnt. Auch von Hitze lassen wir uns nicht unterkriegen. Man sieht, es ist immer was los bei den „Alten“. Die Unterhaltung in der Gemeinschaft und die Neugier auf andere und Neues sind wichtige Punkte für ein zufriedenes Älter-Werden. Und das bietet die Gruppierung 60+ für alle, die mitmachen wollen.
Das Programm ist hier zu finden → Programm 60+ 2025 / 2026
Ansprache zum Neujahrstreffen 2026
„Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“
„Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“ – mit diesem Slogan wirbt das Deutsche Rote Kreuz derzeit für Blutspenden. Der eine oder andere hat den Spot im Fernsehen sicher schon gesehen.
Was hat dieser Slogan nun mit der Kirche vor Ort zu tun – die ich hier vertreten darf?
Um im Vereinskontext zu bleiben: Die Eckdaten zur Kirche sollten bekannt sein. Die Vereinsgründung unseres „Hauptvereins“ liegt rund 2.000 Jahre zurück. Unsere Ortsgruppe zählt etwa 600 Mitglieder, die meisten davon allerdings passiv.
Zurück zu „Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“.
Dass die Kirchen in Deutschland unter Mitgliederschwund leiden, ist nichts Neues. Sie kennen alle die Zahlen, etwa die Schlagzeilen aus dem Jahr 2022, als erstmals weniger als 50 % der Deutschen einer christlichen Kirche angehörten. Zugegeben: Hier in Schnetzenhausen leben wir noch auf einer kleinen „Insel der Glückseligkeit“. Die Veränderungen kommen bei uns langsamer an, und wir haben zum Beispiel kaum Kirchenaustritte. Ein harter Schnitt wird jedoch in den nächsten Jahren kommen. Kirchengemeinden werden zusammengelegt und zu deutlich größeren Einheiten geformt. Ich möchte Sie an dieser Stelle nicht mit Details langweilen, lade Sie aber herzlich ein, sich an unserem Stand weiter zu informieren. Die Gründe für diese Maßnahmen sind bekannt: Die Zahl der Mitglieder sinkt – und damit auch die Kirchensteuereinnahmen. Das führt zu Konsolidierungsmaßnahmen.
Warum sinkt die Zahl der Kirchenmitglieder?
- Man spart sich die Kirchensteuer, weil man ohnehin kaum noch hingeht.
- Die vielen Missbrauchsskandale – und weitere Skandale – haben ohne Frage großen Reputationsschaden verursacht. Hier gibt es nichts zu relativieren oder zu beschönigen.
- Hinzu kommt, dass viele Angebote der Kirche kaum noch angenommen werden, insbesondere die Gottesdienste.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Kirche scheint irgendwie „out“ zu sein.
Was machen wir also jetzt?
„Packen wir zusammen? Der Letzte macht das Licht aus?“
Eben nicht!
Ich würde hier heute nicht stehen, wenn mir nicht eine Sache besonders wichtig wäre. Ich glaube an eine gemeinsame Grundlage, einen kleinsten gemeinsamen Nenner, der für uns alle wichtig ist.
Diese Grundlage nenne ich: christliche Werte.
Was wären wir, was wäre eine Gemeinschaft ohne Hilfsbereitschaft, Verständnis, Respekt und Fairness?
Oder – wie es im christlichen Original heißt:
Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Demut, Vergebung und vieles mehr. Darin steckt so viel, was für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Gerade diese Werte sind der Kitt jeder Gemeinschaft. Ich glaube, im Vermitteln solcher Werte sind wir Christen gar nicht so schlecht. Deshalb heißt bei uns das Fest noch St. Martin und nicht „Lichterfest“ – weil wir die Werte des heiligen Martin vermitteln wollen: Teilen, füreinander da sein, Verantwortung übernehmen. Und nicht einfach nur Laternen spazieren tragen. Diese Werte sind übrigens keine exklusiv christlichen Prinzipien. Es sind universelle Grundwerte, die in vielen Religionen und Kulturen verankert sind. Erst gestern habe ich ein passendes Zitat gelesen:
„Alle Religionen lehren dieselbe essenzielle Wahrheit:
Wir sind hier, um einander zu lieben, uns umeinander zu kümmern und aufeinander zu achten.“
Ich möchte Sie daher bitten:
Helfen Sie uns – der Kirche vor Ort –, damit wir gemeinsam diese Werte erhalten und stärken können. Wenn wir die Gemeinschaft mit diesen Werten stärken, tun wir letztlich auch uns selbst etwas Gutes.
Machen Sie bitte bei unserer Umfrage mit – es sind nur 11 Fragen.
Und kommen Sie zu uns an den Stand. Reden wir miteinander. Eine Welt ohne Religionsgemeinschaften ist sicher möglich.
Aber ich glaube: Besser geht es mit ihnen.
Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir Zukunft mit diesen Werten gestalten können. Denn:
„Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf.“




















